Gerätepark

Allgemeines

Das Medienlabor am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft verfügt über eine Vielzahl an Video- und Audio-Aufzeichnungslösungen.  Aufgrund der fortschreitenden Ausdifferenzierung des Kameramarktes, existiert die eine ‚richtige‘ Kamera nicht. Entsprechend ausdifferenziert ist der Gerätepark  des Medienlabors aufgestellt, sodass den Studierenden für jede Aufgabe zumindest die jeweils ‚richtige‘ Kamera zur Verfügung steht. Für jedes Gerät ist ein jeweils spezialisiertes Bündel an Zubehör (Stativ, Akkus, Speichermedien, Kameraleuchten, Funkmikrofon-Sets) reserviert.

 

Entlehnung

Die Details zur Entlehnung von Geräten ist in  der Laborordnung festgeschrieben:

„Für die Entlehnung von hierfür vorgesehenen Geräten ist ein Entlehnschein mit genauen Daten auszufüllen. Vorreservierungen sind im Monatskalender vorab einzutragen. Mit dem Ausfüllen des Entlehnscheins geht der/die Nutzer/In einen Haftungsvertrag ein. Im Falle eines durch grob fahrlässige Handlung entstandenen Schadens, wird die Reparatur dem/der Nutzer/In verrechnet. Ebenso wird bei Verlust der Austausch dem/der Entlehner/In angelastet. Jeder entstandene Schaden ist der Laborleitung umgehend zu melden!“

 

Die Geräte

Samson Zoom H1, Zoom H2, Zoom H4, Zoom H4n, Zoom R16

[*.wav, *.mp3]

Audio

Pressefoto: Samson

Die Audiorekorder des Typs Zoom unterscheiden sich mehr durch Funktionsumfang und Erogonomie, als durch ihre Aufzeichnungsqualität. Für einfache Sprachaufnahmen (z.B. Interviews für wissenschaftliche Zwecke) genügt meist schon ein Zoom H1.

 

GoPro Hero4 Black Edition   (1 Stk.)

[1080p/120, 8-bit, 4:2:0, H.264, *.MP4]

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Pressefoto: GoPro

„GoPro“ ist mittlerweile zum Deonym (:= wenn ein Markenname zur umgangssprachlichen Produktbezeichnung wird) für Action Cams geworden. Die aktuellste Version bietet bei FullHD eine Bildrate von 120fps. Auch können Studierende hiermit erste Gehversuche in Sachen 4K/QHD unternehmen. Die GoPro ist allerdings eine Action Cam und sollte auch als solche eingesetzt werden.

 

Canon EOS 550D   (1 Stk.)

[1080p/25, 8-bit, 4:2:0, H.264, *.mov]

Pressefoto: Canon

Dem Trend zur Video-DSLR-Filmerei (Videofilmen mit digitalen Fotoapparaten) folgend, wurde eine Canon EOS 550D angeschafft. Mittels Magic Lantern-Firmware lassen sich darauf einige video-spezifische Funktionen aktivieren, die der Fotoapparat sonst nicht bietet. Der große Bildsensor sorgt für eine hohe Tiefenunschärfe (bzw. geringe Tiefenschärfe) und damit für den typischen Kino-Look. Diese Kamera liefert eine hohe ästhetische Bildqualität. Durch die starke Kompression (8-bit, 4:2:0, H.264) ist die technische Bildqualität der Aufnahmen für eine anspruchsvolle Nachbearbeitung (Color Grading, Compositing, etc.) jedoch nicht geeignet. Dies, in Kombination mit der auf das Fotografieren (nicht auf das Videofilmen) ausgelegten Ergonomie der Kamera, macht dieses Gerät zu einem idealen Werkzeug für Studierende, die künstlerisch-ästhetisch tätig werden wollen, aber wenig Wert auf eine hochwertige, technisch anspruchsvolle Postproduktion legen.

 

Panasonic AG-AC90   (2 Stk.)

[1080p/50, 8-bit, 4:2:0, H.264, *.MTS]

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Pressefoto: Panasonic

Die Panasonic AG-AC90 ist ein Spitzenmodell unter den Consumerkameras. Sie bietet viele professionelle Einstellungsmöglichkeiten und verfügt über eine auch für Profis hinreichende Ergonomie – wie etwa XLR-Audioanaschlüsse. Die Aufzeichnung der im Medienlabor mitunter schärfsten Bilder erfolgt im Standard 1080p/50. Durch das Consumerformat AVCHD 2.0 sind die Dateigrößen jedoch so gering, dass auch längere Vorträge problemlos auf den beiden SDXC-Speicherkarten Platz finden. Für diesen Einsatzzweck ist diese Kamera denn auch das optimale Werkzeug im Medienlabor-Gerätepark.

 

Sony PMW-EX3   (2 Stk.)

[1080i/25, 1080p/25, 8-bit, 4:2:2, MPEG-2, *.MP4]

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Pressefoto: Sony

Mit ihrer nativen Aufzeichnung im Format XDCamEX (8-bit, 4:2:0), ist diese Kamera auf der unteren Skala der Profi Geräte  angesiedelt. Diese Qualität ist für professionelle Fernsehbeiträge des aktuellen Geschehens absolut hinreichend. Die professionelle Bedienphilosophie der Kamera ist jedoch – gerade in heutigen Zeiten – ein wahrer Luxus. Einen besonderen Trumpf hatte diese Kamera zum Anschaffungszeitraum zu bieten: die Live-Ausgabe eines 10-bit 4:2:2 Signals über HD-SDI.

 

Sony PMW-EX3 & AJA Ki Pro / Mini   (1 Stk. / 1 Stk.)

[1080i/25, 1080p/25, 10-bit, 4:2:2, Apple ProResHQ, *.mov]
Aja

Pressefoto: AJA

Durch die Live-Aufzeichnung mittels externem Feldrekorder, wird aus der Sony PMW-EX3 eine 10-bit 4:2:2 Fernsehkamera, die den höchsten Fernsehansprüchen gerecht wird. Die über die HD-SDI-Schnittstelle verbundenen AJA-Feldrekorder zeichnen im Codec Apple ProResHQ auf, der mittlerweile als ein Industriestandard der Videoproduktionsbranche gilt. Die damit erreichte Qualität ermöglicht eine Postproduktion auf höchstem Fernsehniveau. Wenn Studierende anspruchsvolle Effekte wie Keying (Ausstanzen von grünem/blauen Hintergrund) oder Color Grading (Farbgestaltung) anwenden müssen, kommen sie zur Zeit an dieser Kombination nicht vorbei – obschon die Ergonomie (und auch die Bandscheiben) unter der etwas unhandlichen Kombi-Lösung leidet.

 

Sony PXW-X70 (1 Stk.)

[1080p/50, 10-bit, 4:2:2, H.264, *.MXF]

Pressefoto: Sony

Eine Farbpräzision von 10bit bei 4:2:2 Farbsubsampling in einer handlichen Videokamera, war vor einiger Zeit (2014) noch undenkbar. Mussten im Medienlabor bisher größere Umstände wie separate Feldrekorder in Kauf genommen werden, können Studierende nunmehr ganz unkompliziert auf diesem Qualitätsniveau produzieren. Die Sony PXW-X70 verfügt über einen großen 1″ Bildsensor, was sie für das Spiel mit der Tiefenschärfe in cienastischen Produktionen prädestiniert. Das XAVC-L Format (das ‚L‘ steht für Long Group of Pictures) liefert zwar nicht die Qualität von Apple’s ProResHQ aus externen Feldrekordern. Es entspricht eher dem Niveau von ProResLT. Die moderate Datenrate von 50Mbit/s erlaubt jedoch lange Aufnahmezeiten auf die handelsüblichen SDXC-Speicherkarten. Dies, in Kombination mit der 1080p/50-Aufzeichnung, macht die X70 zur perfekten Kamera für sendetaugliche Fernseh-Reportagen. Für filmische Produktionen empfiehlt sich dennoch die externe Aufnahme in ProResHQ mit einem Feldrekorder wie z.B. dem Blackmagic Video Assist (die vorhandenen AJA-Rekorder können kein 1080p/50), was über den 3G-HD-SDI Ausgang der X70 problemlos möglich ist.